Die Namen

Die Namen

Roman. Drei Vornamen, drei Lebenswege. »Der beste Debütroman seit Langem« SUNDAY TIMES

von Florence Knapp

Puh, ein klasse Buch, dass einen sprachlos macht, völlig berührt und unter die Haut geht.

1987 England. Cora - gebürtige Irin und ehmals Ballettänzerin - hat soeben mit Gordon ihr zweites Kind bekommen.
Der ersehnte Stammhalter nach Maia, der nun auch nach Familientradition den Namen des Vaters erhalten soll. In Cora sträubt sich alles, sie möchte auf keinen Fall, dass ihr Sohn den Namen des Mannes erhält, der ihr das Leben zur Hölle macht. Ihr Mann wird von allen geschätzt, er ist ein führsorglicher Arzt und unglaublich aufmerksam mit seinen Patienten - zu Hause ist er übergriffig und despotisch.
Am liebsten würde sie das Baby Julian (Himmelsvater) oder nach Maias Idee Bear nennen. Wie wird sie sich entscheiden?
Das Buch nimmt nun 3 verschiedene Möglichkeiten an. Jeder der siebenjährigen Zeitabschnitte zeigt uns das Leben der Familie mit Bear - Julian oder Gordon als Kind.

Der Aufbau des Romans ist klug und genaial konstruiert. Ich war ein paar Mal versucht, dass Buch als 3 Bücher zu lesen und bei einer Figur bis zum Ende zu bleiben, so sehr fesseln die einzelnen Einblicke in den Fortgang der jeweiligen Leben. Ich kann mich auch gar nicht für eines der Leben entscheiden, welches ich mir als Entscheidung von Cora wünschen würde. Alle haben etwas Erschütterndes und auch Hoffnungsvolles.
Unterm Strich bin ich absolut begeistert.

Anja Nußbaum